Was bewegt Werden – Alexandra Gayer / SEIZOEN

In den Räumen, in denen ehemals die Boutique ‚Engel Werden‘ beheimatet war, befindet sich seit dem 05.05.2018 das Wohncafé SEIZOEN. Die Inhaberin Alexandra Gayer hat sich mit diesem Café einen Traum erfüllt.
Anderthalb Jahre hatte sie im Essener Süden, bevorzugt in Werden nach passenden Räumlichkeiten gesucht. Diese sollten zentral, schön und mit einem Aussenbereich sein, und zum Konzept passen.
Das Konzept ist interessant und wurde vorher in Werden und Umgebung noch von niemandem umgesetzt: es handelt sich um ein Wohncafé, was bedeutet, dass die Kunden alles, was sie an Deko, Bestuhlung, Tischen, Kissen, Regalen etc. sehen, kaufen können.
Ähnliche Konzepte gibt es in Holland, und da die Inhaberin sich gern dort aufhält, und die Cafés und die unkomplizierte Art mag, hat sie das inspiriert.
In der Zeit, in der Alexandra Gayer nach dem passenden Objekt gesucht hat, hat sie sich intensiv auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Sie hat viele Coachings hinter sich, um für den Gastonomiebereich gewappnet zu sein. Den Businessplan hat sie mit ihrem Mann, einem Unternehmensberater gemacht. „Wenn ich etwas mache, will ich es perfekt machen! Keine halben Sachen!“ sagt sie lachend.
Die gelernte Schauwerbegestalterin war vorher 20 Jahre in Ihrem Beruf selbständig, daher kam für sie nur etwas in Frage, bei dem Deko, Einrichtung, etc. involviert ist.
Die gesamte Einrichtung des Cafés stammt aus Holland. Selbst die Verschalungsplatten, aus denen die Theke ist, kommen von dort. Da die gebürtige Werdenerin einen Vater aus den Niederlanden hat, wurde ihr diese Vorliebe quasi in die Wiege gelegt.
Alexandra Gayer hat alles selbst geplant, gebaut, geschraubt und montiert- von der Theke bis zu den Rückwänden der Bänke. Den Balken über der Theke zum Beispiel, hat sie vom Strand mitgenommen und die Lampen, die daran hängen in Holland auf dem Flohmarkt gekauft. Alles, von dem sie dachte, es könnte passen, nahm sie mit.
SEIZOEN bedeutet Saison, daher wird saisonal die Deko und das Angebot gewechselt.
Es gibt einen Mittagstisch mit Suppen (im Moment, der Saison entsprechend Möhre-Ingwer, oder Kürbis), Quiches und Tartes ab 4,90€. Zudem gibt es täglich verschiedene Kuchen.
Alexandra Gayer fing im Mai mit einer Tarte und einer Suppe an, und bietet jetzt bereits jeweils 2 zur Auswahl an. „Der Mittagstisch wird super angenommen“, freut sie sich.
Da sie alles selbst macht, steht die Inhaberin bereits um 8.00 Uhr morgens im Laden und kocht die erste Suppe, dann die Quiches und was noch ins Angebot gehört. Das macht ihr aber nichts aus, da sie immer schon gern gekocht hat und zudem wahnsinnig gern Gäste hat. Ihr macht es einfach Spaß, mit vielen Menschen zusammen zu kommen.
Seit dem 29.09.2018 ist die erste Etage eröffnet. Dort herrscht eine heimelige Wohnzimmerathmosphäre.
An schönen Tagen können die Gäste ihren Kaffee, der übrigens aus der Kaffee Rösterei Rosendahl aus Ratingen stammt, im Garten hinter dem Haus genießen. Dorthin kommt man, wenn man um die Ecke in die Hufergasse geht. In diesem Bereich ist Selbstbedienung. Man kann Essen und Getränke am Fenster ordern und mit zum Tisch nehmen. Das Plätzchen unter dem großen Baum ist eine kleine Oase.
Seit dem 1. September beschäftigt Alexandra Gayer zu den Aushilfen (Schüler und Studenten) eine Teilzeitkraft, die ihr die Möglichkeit gibt, sich auch mal zurückziehen zu können und Zeit mit ihrem 11jährigen Sohn zu verbringen.
Vom ersten Tag an wurde das Café gut angenommen, und es kommen jeden Tag neue Gäste, die äußern, wie schön es im Seizoen ist.
Das macht Alexandra Gayer, die wie jeder der vor einer neuen Aufgabe steht, anfangs von Zweifeln geplagt war, stolz und glücklich. Zudem findet sie es immer wieder schön, mit den Gästen interessante Gespräche zu führen. „Es ist ein Zeichen dafür, dass die Gäste sich wohl gefühlt haben, wenn sie wiederkommen“ sagt die Gastronomin. Besonders schön findet sie, dass die Gäste komplett unterschiedlich sind. Es kommen Schüler, Studenten, Familien und Senioren. Es macht ihr Freude, dass alle angesprochen werden.