Was bewegt Werden – Engel Werden / Sonja Hamann

Sonja Hamann eröffnete im März 2006 das Damenmodegeschäft mit dem hübschen Namen in der Grafenstraße. Dort entwickelte es sich über die Jahre zu einem beliebten Anlaufpunkt.
Ende März 2018 zog Sonja Hamann dann mit ihrem Geschäft in größere Räumlichkeiten in der Heckstraße um. Der Umzug an den neuen Standort hat sich als der richtige Schritt erwiesen, da sich dort durch das größere Umfeld ein deutlich höherer Wohlfühlcharakter für die Kunden ergibt. Zudem gibt es andere Präsentationsmöglichkeiten innerhalb des Ladens, größere Fensterflächen, mehr Platz für Kabinen und auch viel mehr Laufkundschaft durch die Nähe zu Edeka.
Die Inhaberin hat vor Eröffnung des eigenen Geschäfts bereits 10 Jahre in der Modebranche gearbeitet. Ihr Tätigkeitsfeld war Einkauf, Verkauf und Vertrieb.
„Gerade heute ist der Druck immens groß. Man muss seinen Lagerbestand im Griff halten, sonst geht es heute nicht“, so Sonja Hamann. „Da von den meisten namhaften Firmen keine Kommissionsware mehr abgegeben wird, muss man genau einschätzen können, was man kauft, und wie viel.“
Das Sortiment ist vielfältig und interessant. Es gibt Hosen von Buena Vista, Kollektionen von Lieblingsstück (hochwertige Waren mit liebevollen Details), Emily als reine Blusenfirma und Sorgenfri Sylt (werden beide in Deutschland produziert), zudem Esprit und Joules. Verkauft wird jetzt bereits die Herbst-Winter Ware, da ab Juli schon ausgeliefert wird. Die Kleidungsstücke sind von Größe 34 bis 46 erhältlich. Ergänzt wird das Sortiment durch Taschen, Accessoires und Schmuck.
Besonders interessant ist der Schmuck von der Firma ‚Beautiful Story‘ aus Nepal, die die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter sichert und auf adäquate Bezahlung achtet. Die Schmuckstücke werden aus echten Steinen gefertigt und an jedem hängt ein Foto von dem, der es hergestellt hat. Zudem geht von dem Erlös ein Betrag an Nepalesische Projekte.
Die Mutter von zwei Kindern (10 und 8 Jahre), von denen ein Kind chronisch Krank ist verbringt möglichst viel Zeit in ihrem Geschäft. Für die Zeiten, die sie mit den Kindern verbringt, oder die sie für Einkauf, Personalplanung, Buchhaltung und Verwaltung benötigt hat sie ein zuverlässiges und kompetentes Team von 3 Mitarbeiterinnen.
Der Laden ist eigentlich durchgehend geöffnet, obwohl sie sich auf dem Schild mit den Öffnungszeiten eine Mittagspause als ‚Hintertürchen‘ offen halten, falls mal etwas unvorhergesehenes ist, oder Ordertermine in Düsseldorf auf die Mittagszeit fallen. Ansonsten können die Kunden aber gern über Mittag kommen.
Besonders wichtig ist für Sonja Hamann, dass sie nah am Markt ist, und sich sehr bemüht, das Sortiment immer mal auszutauschen, wenn sie merkt, dass der Stil bei den Kunden nicht mehr so gut ankommt.
Sie und ihr Mann sind beide in Werden geboren und aufgewachsen und man merkt ihr die Liebe zum Ort an. „Generationen meiner weiblichen Familienmitglieder inklusive mir sind auf die Marienschule gegangen“ erzählt Sonja Hamann lachend. „Schön ist, dass Werden nicht nur Arbeitsplatz, sondern auch Wohnort ist. So kann man auf die Schnelle für das kranke Kind da sein, wenn nötig. Zudem kennt man über die Jahre viele Stammkunden persönlich. Werden ist halt einfach Heimat!“